„Mut, Toleranz und Solidarität!“

Schwungvoller Start ins neue Jahr am 4. Jänner.

Schwungvoll in das neue Jahr startete die Stadt Waidhofen am 4. Jänner mit dem diesjährigen Neujahrsempfang. Moderator Tom Bläumauer begrüßte rund 350 Gäste im vollen Kristallsaal. Musikalisch eröffnet und umrahmt wurde der feierliche Abend von „Klarisono“.

Der diesjährige Neujahrsauftakt stand unter dem Titel „Miteinander Zukunft vorausdenken – Menschen prägen die Region“. Fortsetzend an das Vorjahr mit Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx stand die „Progressive Provinz“ wieder im Mittelpunkt – die sich auch so nach außen zeigt –in der Architektur.

Bei einer Interviewrunde stellten sich Christof Isopp, Verein Zukunftsorte, Bürgermeisterin von Hollenstein Manuela Zebenholzer, Sabine Fallmann-Hauser, Unternehmerin die WOLLKE und Architekt Ernst Beneder den Fragen von Tom Bläumauer. In der Zusammenarbeit entfalten sich viele Möglichkeiten – vieles müsse man sich einfach auch trauen - waren sich die Teilnehmer einig. Leidenschaft und Begeisterung eines Menschen für ein Projekt, eine Initiative bringen oft Ungeahntes hervor – egal ob in der Architektur, in der Wirtschaft, in der Ortsentwicklung,… Dafür müssen Rahmenbedingungen stimmen – für Mütter gäbe es noch Verbesserungsbedarf – insbesondere in der Kleinkindbetreuung, ortete man auf dem Podium. Gespräche würden bereits geführt, um auch im inneren Ybbstal Angebote zu verwirklichen. 

Bürgermeister Werner Krammer umriss in seinen Worten was eine Stadt und eine Region brauchen, um progressiv in die Zukunft zu gehen. Er unterstrich nach einem kurzen Jahresrückblick etwa die Bedeutung von städtebaulichen Maßnahmen und auch die bewusste Gestaltung von Grünraum. „Wir kümmern uns ganz sorgsam um unser Zentrum, das Bezirksgericht wird heuer wiedereröffnet, sieben Wohnungen in der ehemaligen Forstfachschulwerkstätte werden entstehen und wir verfolgen emsig den Masterplan Hoher Markt, der schrittweise umgesetzt wird. Es ist nicht leicht – aber wir tun! In die Zukunft gerichtet wurde das Kropf-Haus gekauft um die Innenstadt weiter zu beleben. So wird das alte Rathaus an der Ecke Hoher Markt, Unterer Stadtplatz auch in Zukunft eine gewichtige Rolle spielen.“ Er hob auch die Bedeutung der Gesellschaft hervor, für die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzen muss, um ein prosperierendes Umfeld für (Weiter-)Entwicklung zu schaffen. „Wir brauchen Mut, Toleranz und Solidarität, um gerüstet zu sein. In einer offenen Gesellschaft ist Platz für Jeden und seine individuellen Talente und Begabungen.“ Eine besondere Bedeutung kommt dem Miteinander zu – auf allen Ebenen. Beispiele dafür gibt es viele – im Großen wie im Kleinen. Ganz wichtig, ist Krammer auch das interdisziplinäre Miteinander – die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft aber auch Bevölkerung. Etwas, das beispielsweise im Beta-Campus heute Realität ist.

Ob in den Gemeinschaftsgärten oder auch in gemeindeübergreifenden Kooperationen wie den Ybbstaler Alpen, acht Gemeinden, die Budget- und Personalmittel zentral verwalten, um so touristisch mehr für die Region gestalten zu können. Ein perfektes Beispiel dafür Teil von etwas zu sein, war das diesjährige Neujahrskonzert der Trachtenmusikkapelle St. Georgen/Klaus, erläuterte Krammer. Auch dort gehen Menschen mit Begeisterung ihrer Leidenschaft nach. „Dabei kommt es auf jeden Einzelnen an, jeder hat eine Verantwortung aber der Sinn als großes Ganzes entsteht erst durch das Miteinander. Und dass dabei noch wunderbare Musik entsteht, ist die Draufgabe.“

Im Anschluss lud die Stadt zu einem Empfang mit regionalen Köstlichkeiten.

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