Tag der Artenvielfalt

Natur hautnah erleben am Buchenberg

Der „Tag der Artenvielfalt“ am Buchenberg zeigte einmal mehr welch eindrucksvolles Naherholungsgebiet direkt vor unserer Haustüre liegt und welche Schätze es hier zu entdecken gibt. Vor allem den jungen Besucherinnen und Besuchern wurde die Vielfalt der Natur deutlich vor Augen geführt.
Anfassen war nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, denn was vermittelt mehr Verständnis für die Natur als der direkte Kontakt?

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„Unsere heimische Natur kennenzulernen und faszinierende Einblicke in unsere Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten, das ist eines der Ziele des neuen Naturparkes Waidhofen/Ybbstal. Deshalb bedanke ich mich bei all jenen, die diesen Tag der Artenvielfalt vorbereitet und durchgeführt haben“, so Bürgermeister Werner Krammer. „Dieser Tag hat uns die Natur wieder nahe gebracht. Ein solch unmittelbarer Zugang zur Natur geht in unserer technisierten, industrialisierten Welt mehr und mehr verloren. Dem wollen wir mit unserem Naturpark-Projekt entgegenwirken.“

Ein spannendes Programm hielt viele Besonderheiten bereit: Wildtiere waren Thema bei der Jägerschaft. Gespannt wurde Tiergeräuschen gelauscht, oder sich mit dem Fernrohr auf die Lauer gelegt. Im dichten Wald hatte sich ein Marder versteckt, den es zu entdecken galt. Aufmerksam begaben sich die Besucherinnen und Besucher auf Entdeckungsreise durch das Dickicht, wobei ein gutes Auge besonders gefragt war. Als besonderen Anreiz hatten die Jäger 18 Wäscheklammern versteckt, die gefunden werden mussten. Zum Abschied erhielten die Kinder ein Wildtiere-Malbuch.
Weiter ging es beim Baumxylophon der Musik- und Kunstschule. Auch hier mussten die jungen Naturentdeckerinnen und –entdecker zuerst eine Aufgabe lösen. Fichte, Buche und Ahorn sollten gefunden werden. Danach wurde der Klang dieser Bäume getestet. Besonderes Rhythmusgefühl bewiesen die Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit Musikschuldirektor Christian Blahous und Schlagwerk-Lehrer Achim Gaspar.
Sinne schärfen hieß es bei der Station des Vereines Spür.sinn. Mit verbundenen Augen entlang einer Schnur quer durch den Wald zu wandern, erforderte Mut, Konzentration und Ausdauer. Und wer sich im Anschleichen und Hören üben wollte, war hier ebenso richtig.
Den „Tag des offenen Bienenstockes“ riefen die Imker aus, die nicht nur köstlichen Honig zum Verkosten anboten, sondern auch zeigten, was in einem Bienenstock vor sich geht und wie ein Imker arbeitet. Wissenswertes über die Biene gab es auf Plakatwänden zu entdecken. Maria Kleindesser bereitete vor Ort Salben aus Wachs zu.
Als regelrechtes Sammelsurium von Pflanzen und Tieren präsentierte sich das Biotop am Buchenberg. Insekten, Käfer und andere Kleintiere, aber auch junge Ringelnattern gab es zu bestaunen. Die Wirtsler Angelrunde erklärte alles rund um Fische und Wasser.
Pflanzen und Tiere entdecken konnte man auch bei „Natur im Garten“. Bernhard Haidler weckte den Forscherdrang in den kleinen Besucherinnen und Besuchern, die eifrig nach Blumen, Gräsern und Insekten Ausschau hielten. Was gefangen wurde, konnte in einer Becherlupe ganz genau betrachtet werden.
Bevor man wieder den Weg zurück in die Stadt antrat, stand noch einmal Wasser auf dem Programm. Markus Hochleitner führte durch den Hochbehälter am Buchenberg und der Kneippverein lud ein, zu einer erfrischenden Abkühlung im klaren Nass.
Abgerundet wurde das Naturerlebnis durch die musikalische Begleitung der Alphornbläser.