Tierpark bleibt bestehen

Plachy nahm Ablöseangebot nicht an, Dienstverhältnis wurde einvernehmlich gelöst.

Das Dienstverhältnis mit TierparkbetreiberAndreas Plachy wurde nun einvernehmlich gelöst. Das Ablöseangebot der Stadt für die Anlagen nahm Plachy nicht an, den Tier- und Erlebnispark wird er nun ohne Subventionen der Stadt weiterführen. „Wie gewohnt werde ich meine ganze Kraft als Geschäftsführer in den Weiterbestand des Parks investieren“, schreibt Plachy an Bürgermeister Werner Krammer in einem Brief und stimmte darin der einvernehmlichen Lösung seines Dienstverhältnisses zu.

„Diese Entscheidung ist zu akzeptieren, auch wenn ich mir für die Zukunft des Tierparks etwas anderes gewünscht hätte“, sagt Krammer und unterstreicht: „Der Tier- und Erlebnispark Buchenberg grenzt sich ganz klar vom Naturpark Waidhofen, der über Atschreith auch mit Opponitz verbunden ist, ab. Für den Naturpark werden wir bis Ende März ein neues Konzept beim Land Niederösterreich einreichen. Der Naturpark steht für die Waidhofnerinnen und Waidhofner und die gesamte Region als Naherholungsraum zur Verfügung.“

Zur Vorgeschichte: 2014 wurde ein Vertrag zwischen der Stadt und Tier- und Erlebnispark-Geschäftsführer Andreas Plachy abgeschlossen, in dem jährliche Subventionen und Haftungen der Stadt vereinbart wurden. Gleichzeitig wurde Plachy als Dienstnehmer der Stadt karenziert, um sich voll dem Betrieb des Tier- und Erlebnisparks widmen zu können.

Der Vertrag enthielt eine Reihe von Vereinbarungen und Pflichten, die auch nach wiederholter Aufforderung aus Sicht der Stadt seitens des Tierparks nicht eingehalten wurden.

„Das wirtschaftliche Ergebnis des Tierparks ist im Hinblick auf die Haftungen der Stadt wenig zufriedenstellend. Notwendige Beiratsbeschlüsse wurden nicht eingeholt. Neben dem Betrieb des Tierparks ging der Geschäftsführer weiteren, der Stadt nicht gemeldeten Nebenbeschäftigungen nach, was dem Zweck der Karenz grob widerspricht. Der Betreiber musste zur Behebung sicherheitstechnischer Mängel aufgefordert werden. Zahlreiche entlaufene Tiere, begonnen bei den Rothirschen über die Waschbären bis hin zu den Luchsen und die Vorfälle rund um die verbotene Lebendfütterung der Wölfe, runden dieses Bild ab. In Summe war dies einfach zu viel“, erläutert Krammer die Ursachen für die Entscheidung des Gemeinderates.

In der Sitzung am 5. November 2018 beschloss der Gemeinderat daher die Kündigung der Haftungs- und Subventionsvereinbarung und der Karenzvereinbarung. Seit 6. Dezember war Plachy wieder im Dienststand der Stadt und wurde im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen über die Zukunft des Tierparks gemeinsam mit einem weiteren städtischen Mitarbeiter bis 31. Jänner 2019 dem Tierpark als Unterstützung unentgeltlich überlassen, um die Versorgung der Tiere nicht zu gefährden.

„Der Gemeinderat hätte sich eine Redimensionierung des Tierparks gewünscht. Leider haben wir dazu kein gemeinsames Bild gefunden. Plachy ist nach wie vor davon überzeugt, den Betrieb in der bisherigen Form ordnungsgemäß und wirtschaftlich weiterführen zu können. Auf Grund der bisherigen Erfahrung und der vorliegenden Wirtschaftsdaten teilt die Stadt diese Auffassung nicht und will daher keine weiteren öffentlichen Gelder in den Betrieb investieren“, erklärt Krammer abschließend.