Tourismus: Natur wird zum Sehnsuchtsort

Positive Sommerbilanz in Waidhofen

Das Coronavirus hat die heimische Tourismusbranche schwer in Mitleidenschaft gezogen. Durch den Lockdown im Frühjahr und strenge Auflagen nach der Wiedereröffnung, mussten auch die Waidhofner Hoteliers und Gastronomen große Einbußen verzeichnen. „Vor allem das Fehlen von Seminargästen, Geschäftsreisenden und Hochzeiten hat uns arg getroffen“, erklären die beiden Hoteliers Johannes Scheiblauer (Hotel „Schloss an der Eisenstraße“) und Hubert Moshammer (Hotel Restaurant Moshammer).
Dennoch brachten die Sommermonate auch Positives: Mit 3826 Nächtigungen lag der Juli-Wert nur knapp untern den 4048 vom Vorjahr. Im August gab es eine leichte Steigerung im Vergleich zu 2019: Insgesamt 5766 Nächtigungen stehen hier 4008 Nächtigungen aus dem Jahr 2019 gegenüber.


Der Ybbstalradweg und der anhaltende Fahrradboom haben Waidhofen in den Sommermonaten eine Vielzahl an Gästen beschert. Auch bei Urlaub am Bauernhof gab es einen leichten Anstieg an Nächtigungen. „Waidhofens einmaligen Naturraum schätzen Einheimische gleichsam wie Gäste. Ein Juwel wie unseren Natupark Ybbstal vor der Haustüre zu haben, wirkt sich nicht nur auf die Lebensqualität, sondern auch auf unsere Gästezahlen positiv aus“, betont Bürgermeister Werner Krammer. Die Natur wird vor allem jetzt in Corona-Zeiten zum Sehnsuchtsort, wovon ländliche Regionen profitieren. Auch Waidhofen kann mit diesem Angebot punkten.
Anders sieht die Prognose für den Herbst und kommenden Winter aus: „Hier erwarten wir wieder eine schwierige Zeit für den Tourismus“, betont der Stadtchef.