Wohlverdienter Ruhestand

Abschiedsfeier für Elisabeth Wagner

„Lisi“ wird Elisabeth Wagner von vielen genannt – auch „ihre“ Schülerinnen und Schüler durften sie so nennen. 32 Jahre lang war sie als beliebte Schulwartin in der Volksschule Windhag für Sauberkeit und Sicherheit verantwortlich. Etwa 350 Kinder begleitete sie insgesamt durch die Volksschulzeit. Bei einem feierlichen Abschiedsfest in der Volksschule wünschten Vizebürgermeister Mario Wührer und Personalleiter Christoph Kalteis Elisabeth Wagner viel Freude mit der neu gewonnene Zeit und ihrer Nachfolgerin Claudia Gassner alles Gute für ihre neuen Aufgaben.

Nur wenige Menschen gehen so lange zur Schule wie Elisabeth Wagner. Als Kind besuchte sie selbst die Volksschule in Windhag, im Jahr 1988 kehrte sie als Schulwartin an ebendiese Schule zurück und blieb dort bis heute. „Am 1. Oktober war mein letzter Arbeitstag. Jetzt habe ich noch Urlaub und nach einem Jahr Sabbatical begebe ich mich mit 1. Dezember 2021 in den Ruhestand“, so Wagner, die im November kommenden Jahres ihren 60. Geburtstag feiert. Elisabeth Wagner besuchte nach der Volksschule die Hauptschule und anschließend die berufsbildende Hauswirtschaftsschule. Sie arbeitete in der Gastronomie und in der Bäckerei Hartner bis sie nach der Geburt ihrer ersten Tochter der Idee ihrer Schwiegermutter folgte, deren Nachfolge als Schulwartin in Windhag anzutreten. Sie stand den Schulkindern immer mit Rat und Tat zur Seite und Reinigen, Reparieren, Rasenmähen, Schneeschaufeln und vieles mehr zählte zu ihren Aufgaben. „Ich habe die Schule immer als mein zweites Zuhause empfunden. Um ein Zuhause kümmert man sich, man reinigt und pflegt es und man kümmert sich um alles Notwendige“, erzählt Wagner. Am meisten Freude gemacht hat ihr aber die Beaufsichtigung der Kinder. „Ich bin sehr dankbar, dass ich so eine wunderbare Zeit mit den Kindern miterleben durfte und dass mich die Lehrerinnen immer stark miteinbezogen haben.“ Auf den neuen Lebensabschnitt freut sich Elisabeth Wagner. „Ich werde jetzt viel Zeit für meine Familie und meine Hobbys haben. Außerdem möchte ich weiterhin als Kulturvermittlerin tätig sein und als Nachtwächterin unsere Gäste mit auf eine Reise in die Vergangenheit unserer wunderschönen Stadt nehmen“, so die Mutter dreier Töchter und Oma dreier Enkelkinder.