"FAIR BIKE TOUR" durch
Niederösterreichs FAIRTRADE-Gemeinden!


Radeln für faire Beschaffung


Das zweite Jahr in Folge radelt Thomas Wackerlig für FAIRTRADE Österreich durch die niederösterreichischen FAIRTRADE-Gemeinden. Die „FAIR BIKE TOUR 2022“ läuft von 07. bis 16. Juni und führt durch alle vier Vierteln des Bundeslandes – das Thema diesmal: sozial-faire Beschaffung. FAIRTRADE ist weltweit das bekannteste Nachhaltigkeitssiegel und kennzeichnet Produkte, bei deren Herstellung soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. In Österreich sind bereits mehr als 2.100 verschiedene Produkte mit dem Fairtrade-Siegel erhältlich. Das Fundament für diesen Erfolg ist die FAIRTRADE-Bewegung mit vielen Freiwilligen, die sich in ihren Gemeinden, Schulen, Pfarren oder in Weltläden für den fairen Handel und dessen Bekanntheit engagieren.

Fairer Handel auf Gemeindeebene

Wie im Vorjahr präsentiert sich das FAIRTRADE-Gemeindeprojekt in Niederösterreich mit einer klimaneutralen Tour durchs Land per E-Lastenbike. Die Route führt über 24 Stationen und durch alle NÖ-Vierteln. In 10 Tagen wird so eine Strecke von 700 km zurückgelegt. Dafür tritt Fairtrade-Gemeindeberater Thomas Wackerlig in die Pedale und ist dabei mit Fairtrade-Bio-Schokolade und viel Information zur fairen Beschaffung ausgerüstet.
Für Gemeinden gibt es diverse Möglichkeiten sozial-faire Verantwortung in Ihren Beschaffungsvorgängen zu übernehmen: nebst den Klassikern wie Kaffee, Bananen, Orangensaft, Schokolade und Tee mit dem FAIRTRADE-Siegel gibt es für Einkäufer:innen auch ein großes Angebot an sozial-fair produzierten und nachhaltigen Produkten wie Arbeitskleidung, Reinigungsmitteln, oder Bürobedarf. Auf welche Logos und Zertifikate es wirklich ankommt, darüber informiert die SO:FAIR Initiative (sofair.at). Außerdem wird bei der Tour auch über die SDGs informiert: Das Land Niederösterreich unterstützt gemeinsam mit Klimabündnis NÖ, Südwind NÖ und FAIRTRADE Österreich die 17 globalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs ). Die NÖ Landesinitiative gleichwandeln.at arbeitet kontinuierlich daran, die SDGs in Niederösterreich sichtbar zu machen. Bereits 100 FAIRTRADE-Gemeinden setzen sich in Niederösterreich für den fairen Handel ein und teilen damit die Vision von lokalem Engagement und globaler Verantwortung! Bei der FAIR BIKE TOUR informieren die teilnehmenden Gemeinden ihre Bürger:innen über das Engagement in der eigenen Gemeinde.

Hinkommen, informieren und mitmachen
Die FAIR BIKE TOUR startet am Dienstag 07. Juni in Bad Schönau in der Buckligen Welt (1. niederösterreichische Fairtrade-Region), führt über alle NÖ-Vierteln und endet am 16. Juni auf der Ennsbrücke in Ennsdorf. Dort wird dann an die Kolleg:innen aus Oberösterreich übergeben. Denn auch die OÖ FAIRTRADE-Gemeinden werden aktiv und so wird auf der Grenzbrücke über der Enns die Staffel an die FAIRTRADE-Stadt Enns übergeben!
Bei allen Stationen der FAIR BIKE TOUR – meist vor Gemeindeamt, dem Rathaus, dem örtlichen Weltladen oder einem anderen Geschäft mit Fairtrade-Produkten – wird es die Möglichkeit geben, sich über die Arbeit von FAIRTRADE zu informieren, mehr über die aktuellen Aktivitäten der eigenen FAIRTRADE-Gemeinde zu erfahren und sich über neue Ideen zur fairen Beschaffung auszutauschen.
Bei allen Veranstaltungen der Tour werden selbstverständlich die dann geltenden Covid 19 -Sicherheitsbestimmungen genau eingehalten.



"FAIR BIKE TOUR" in Waidhofen a/d Ybbs
Mittwoch, 15. Juni 2022

ab 9.00 Uhr
Oberer Stadtplatz


Faire Schokoladenverteilaktion zum Nikolo

Ausbeuterische Kinderarbeit kommt mir nicht ins Nikolosackerl!
Am Samstag, den 4. Dezember fand im Rahmen des Genussmarktes in der Waidhofner Innenstadt von Mitgliedern des Fairtrade-Arbeitskreises eine Schokoladenverteilaktion statt. Seit 13 Jahren ist Waidhofen eine FAIRTRADE-Gemeinde und leistet gemeinsam mit mehr als 200 anderen FAIRTRADE-Gemeinden und über 70 FAIRTRADE-Schools in ganz Österreich einen wesentlichen Beitrag zum fairen Handel. Bei der diesjährigen Adventaktion wurden auf Initiative der Fairtrade-Arbeitskreisleiterin Judith Riegler Schokoladetafeln verteilt, um auf den fairen Handel aufmerksam zu machen und gerechtere Arbeitsbedingungen sowie adäquate Bezahlung der Kakaobauern und -bäuerinnen in Afrika zu fördern.  „Jede positive Veränderung beginnt mit einer bewussten Entscheidung und hat Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Menschen“, meint Riegler. 

Im Internationalen Jahr gegen Kinderarbeit organisierte FAIRTRADE Österreich gemeinsam mit weiteren zahlreichen engagierten Gemeinden, Schulen und Weltläden eine Schokolade-Verteilaktion rund um den Nikolotag.
Die fair gehandelten Schokoladen wurde am Samstag, den 4. Dezember im Rahmen des Genussmarktes in der Waidhofner Innenstadt von Mitgliedern des Fairtrade-Arbeitskreises verteilt.

Mit Schokolade aus fair gehandeltem Kakao kann man im Advent nicht nur seinen Liebsten eine Freude machen sondern auch einen aktiven Beitrag gegen ausbeuterische Kinderarbeit leisten. FAIRTRADE stärkt die Position der Kleinbauernfamilien im Kakaoanbau. Das bedeutet unter anderem: bessere Arbeitsbedingungen, höhere Einkommen und ein absolutes Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit.  FAIRTRADE macht hier einen Unterschied, der von immer mehr Konsumenten und Konsumentinnen mit bewussten Kaufentscheidungen unterstützt wird – hierbei kann jede und jeder mithelfen, indem er sich für fair gehandelten Kakao und Schokolade entscheidet. Diese Produkte finden Sie in den entsprechenden Regalen von Waidhofner Geschäften sowie im Weltladen.

Ca. 70 Prozent der weltweit geernteten Kakaobohnen kommen aus Westafrika. In Ghana und der Elfenbeinküste ist ausbeuterische Kinderarbeit im Kakaoanbau leider nach wie vor weit verbreitet. FAIRTRADE macht hier einen Unterschied, der von immer mehr Konsumenten und Konsumentinnen mit bewussten Kaufentscheidungen unterstützt wird. 2020 wurden in Österreich bereits 5.265 Tonnen fair gehandelter Kakao verkauft, um 54 Prozent mehr als noch im Jahr davor – und jede und jeder kann mithelfen, dass dieser positive Trend weiter anhält.




„Bimala blüht selbstbewusst auf!“

5. Waidhofner Weltabend am 17. Mai 2018 mit Fairytale-Modenschau

Begeisterung, Fröhlichkeit und bunte Farben bestimmten am 17. Mai die Modenschau beim 5. Waidhofner Weltabend im Eventraum der Fa. Oberklammer. Ingrid Gumpelmaier-Grandl führte die Models aus der Region mit zauberhaften Kollektionen über den Laufsteg, zur offensichtlichen Freude des begeisterten Publikums. Die Referentin ist selbst die Designerin von Fairytale und produziert seit 9 Jahren ihre ökofaire Mode in Kooperation mit einer Schneidereimanufaktur in Kathmandu. Hohe Qualität in der Fertigung, kein Gifteinsatz beim Textildruck, langfristige Kooperation, gute Löhne und konkrete Unterstützung beim Bau einer Photovoltaikanlage sind für sie typische Merkmale einer Handelsbeziehung auf Augenhöhe. Das einst so schüchterne Mädchen Bimala sei durch die Entwicklungschancen in ihrer Partnermanufaktur zur Schmuckdesignerin aufgeblüht und bestimmt nun ihr Leben als junge Frau mit großem Selbstbewusstsein. „Diese Ermächtigungen von Menschen in den fairen Handelsbeziehungen sind für uns das Wertvollste“, so die begeisternde und quirlige Referentin.

Geschäftsführerin Verena Anger und Obmann Hermann Wagner führten vor der Modenschau durch die Vollversammlung des Weltladenvereins. Dabei wurde der neue Jahresbericht nach den Kriterien der Gemeinwohlökonomie präsentiert und schon auf das Musical ONCE WE HAD A DREAM am 13. September 2018 im Plenkersaal verwiesen. Eine Truppe junger Musicalschauspieler vom Partnerprojekt PREDA auf den Philippinen wird die Thematik der Befreiung aus der weitverbreiteten Kinderprostitution auf die Bühnen bringen.


Kathrin, Judith und Andreas Fuchslueger aus Ybbsitz umrahmten mit wunderschönen Liedern den Weltabend musikalisch. Über Fairytalegutscheine durften sich bei der Verlosung Rosina Ritt und Markus Hintsteiner freuen.

Beim Snackbuffet mit vielen Zutaten aus dem Weltladensortiment wurden die Impulse des Abends noch lange nachbesprochen. „Diese Veranstaltung wird uns mit ihrem Zauber, der modischen Schönheit und den vielen Ermutigungen für unsere Arbeit noch lange nähren und stärken“, resümierte der zufriedene Obmann Hermann Wagner.


Indischer Gast referiert zu bio-fairtrade-Baumwolle in Waidhofen

September 2017

Der Weltladen Waidhofen an der Ybbs hatte am 29. September den indischen Referenten Srikar Yenuka im Rahmen der EZA-Produzententour zu Gast. In der AULA der HAK eröffnete er dem hochinteressierten Publikum genaue Einblicke in die herausfordernde Produktion von bio-fairtrade-zertifizierter Baumwolle im trockenen Osten Indiens. In der Chetna Organic Farmers Association sind heute rund 10 000 Kleinbauern und –bäuerinnen organisiert, die in 150 Dörfern 5000 Tonnen Baumwolle ausschließlich biologisch produzieren und die selbst Träger der Kooperative sind. Er berichtete von erfolgreicher Mischkultur, die in dieser Kooperative mit viel Forschungsarbeit entwickelt wurde und die zusätzlich zu besseren Erträgen bei der Baumwolle auch zu einer 100%-igen Ernährungssouveränität in den Dörfern geführt hat. Damit, so der dynamische Gastreferent, konnte die Bodendiversität enorm gesteigert sowie die früher sehr hohe Abwanderungs- und Suizidrate drastisch vermindert werden. Wie wichtig die Abnahme ihres Produktes über die Fairtrade-Handelskette ist, erläuterte er anhand der Aufzählung von Anschaffungen, die in den Dörfern mit der Fairtradeprämie getätigt werden konnten: Landkauf für Versuchsflächen, Investitionen in Schulen und spezielle Ausbildung von Mädchen, Wasserversorgung, Regenwasserbecken für die Felder, eigene Dorfläden. Über die EZA-Modenmarke anukoo und das Modelabel Göttin des Glücks landet die Baumwolle von Chetna Organic Farmers Association auch im Weltladen Waidhofen.

Diese Mode, in indischen Nähereien produziert,  wurde daher am Beginn des Abends in einer kurzen schicken Modenschau gezeigt. Eine besondere Note bekam der Abend durch die Biokäseverkostung vom Haus Sonnhalmberg. Biobauern aus dem Mostviertel begegneten dem Biolandbau in Indien. Weltladenobmann Hermann Wagner meinte nach dem Abend: „Wir freuen uns über einen intensiven Bildungsabend, der uns einen Faden von den Textilien auf unserer Haut zu den hoch engagierten Produzenten und Produzentinnen in Indien knüpfen ließ!“