Kavernensanierung abgeschlossen
Mehr Sicherheit für Ybbsitzerstraße, Häuser und Ybbsuferweg
Die Kavernensanierung im Bereich Ybbsitzerstraße und Ybbsuferweg ist seit kurzem abgeschlossen. Derzeit laufen noch Arbeiten eines Anrainers zur Sicherung seiner privaten Liegenschaft. Sobald diese abgeschlossen sind, kann der Ybbsuferweg wieder freigegeben werden.
Die Kavernensanierungen sind ein Dauerthema in Waidhofen an der Ybbs. So schön das Zusammenspiel von Natur und Baukultur anzusehen ist, so intensiv sind die dafür laufenden Kontrollen und gezielten Sicherungsmaßnahmen.
Wasser kann das Konglomerat auswaschen, durch Abbrüche entstehen Hohlräume, sogenannte Kavernen. Insgesamt befinden sich beidseitig der Ybbs 96 solcher Kavernen. „Wir lassen die Wände und Hohlräume regelmäßig von Sachverständigen überprüfen, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und größeren Felsstürzen vorzubeugen“, erklärt Bürgermeister Werner Krammer.
Handlungsbedarf war auch im aktuellen Fall gegeben. Für eine langfristige Sicherung empfahl der Landesgeologe den Einbau von Stützrippen.
Mit der Investition von rund 340.000 Euro sichert die Stadt Waidhofen die Konglomeratwand und schafft damit langfristig stabile Verhältnisse für die darüberliegende Straße, die unmittelbar angrenzenden Häuser und die Ybbsuferlandschaft.
Im Mittelpunkt standen die Kavernen oberhalb des Bereichs Unter der Leithen 13 bis 15 beziehungsweise unterhalb der Häuser Ybbsitzerstraße 7 bis 9. Die Felswand weist dort Überhänge von bis zu drei Metern auf. Diese wurden mit Felsankern gesichert sowie durch Stahlrahmen und darauf angeordnete Betonpfeiler gestützt. Teilweise reichen die Anker bis zu zwölf Meter tief in die Felswand.
Arbeiten auf engem Raum
Für das Setzen der Felsanker musste die Ybbsitzerstraße im betroffenen Abschnitt während der Arbeiten vollständig gesperrt werden.
„Die Zusammenarbeit mit den unmittelbar angrenzenden Anrainerinnen und Anrainern verlief trotz der Belastungen durch die Baustelle sehr gut. Bei so einem herausfordernden Projekt braucht es einerseits Profis bei der Umsetzung und andererseits Geduld und Verständnis in der Bevölkerung. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, so Bau-Stadtrat Martin Dowalil.
Auch der Naturschutz wurde bereits im Vorfeld berücksichtigt: Noch vor Baubeginn wurden die Felswände umfassend auf eine mögliche Besiedelung durch Fledermäuse untersucht.
Freigabe des Ybbsuferwegs folgt
Im Anschluss an die städtische Kavernensanierung nutzt ein Anrainer die Gelegenheit, Sicherungsarbeiten an seiner privaten Liegenschaft durchführen zu lassen. Diese sollen noch in dieser Woche abgeschlossen werden. Sobald die Arbeiten beendet sind und die gesamte Baustelle geräumt ist, wird der Ybbsuferweg wieder freigegeben.