Notfallversorgung im Ybbstal

Stadtregierung fordert Einhaltung der Landeszusagen

Mit einem klaren Appell zur künftigen Notfallversorgung im Ybbstal meldet sich die Stadtregierung von Waidhofen an der Ybbs zu Wort. Der Notarztstützpunkt Waidhofen soll im April 2027 nur dann in ein neues System überführt werden, wenn zwei zentrale Punkte erfüllt sind: „Neben dem Rettungshubschrauber Christophorus 15 braucht es in den Nachtstunden ein weiteres Notarztmittel für den südlichen Bezirk Amstetten. Die Rot-Kreuz-Standorte in Waidhofen, Kematen und Hollenstein müssen zudem mit ausreichend Notfallsanitätern mit der entsprechenden Notfallkompetenz ausgestattet sein“, betonen Bürgermeister Werner Krammer (WVP), Vizebürgermeister Armin Bahr (SPÖ) und Stadtrat Martin Dowalil (Liste FUFU). Diese Punkte wurden vonseiten des Landes Niederösterreich bereits zugesagt und daher möchte sie die Stadtregierung am Beginn des Verhandlungsherbstes nochmals in Erinnerung rufen.

Die Stadt Waidhofen hatte im Herbst 2025 gemeinsam mit den Bürgermeistern im Ybbs- und Ennstal und dem Komitee Herzalarm eine Petition ins Leben gerufen, die von 17.000 Menschen unterschrieben worden war. „Wir danken für die bisherigen konstruktiven Gespräche mit den zuständigen Landespolitikern. Wir sind auch für jede Alternative, die eine vergleichbare Qualität bietet, offen. Wie zum Beispiel für eine länderübergreifende Initiative mit Oberösterreich und der Steiermark, aber die Lösung muss jetzt in trockene Tücher gebracht werden“, betonen die drei Stadtpolitiker.

Das Notfallsystem in Niederösterreich hat sich in der Vergangenheit bewährt. „Darauf können wir gemeinsam aufbauen“, sagt Bürgermeister Werner Krammer. Eine zielgerichtete Weiterentwicklung gewährleistet die hohe Versorgungssicherheit langfristig. In der Bezirksstelle des Roten Kreuzes Waidhofen werden bereits die Vorbereitungen getroffen, damit ausreichend Notfallsanitäter mit der Notfallkompetenz Venenzugang und Infusion (NKV) an den drei Dienststellen vor Ort sind.

Die Stadtverantwortlichen von Waidhofen fordern daher einen raschen Abschluss der Verhandlungen im Sinne der gesamten Region: „Wir sind definitiv zuversichtlich und bauen auf die Partnerschaft mit dem Land Niederösterreich.“ Positive Vorgespräche gab es bereits mit den Landesräten Eva Prischl, Anton Kasser sowie mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

„Wir setzen auf Notruf NÖ und die Rettungsorganisationen, die ihre Expertise täglich unter Beweis stellen. Nicht angebracht ist hingegen Alarmismus, der nur populistischen Positionen Vorschub leistet“, stellt die Stadtregierung klar.