Regionaler Austausch zur Stadtentwicklung

Gemeinde Bergland zu Gast in Waidhofen

Wie entsteht ein Ort, an dem Menschen gerne leben und den sie selbst aktiv mitgestalten? Mit dieser Frage im Gepäck besuchte eine Delegation der Gemeinde Bergland rund um Bürgermeister Walter Wieseneder Waidhofen an der Ybbs. Im Mittelpunkt stand ein Austausch zur Stadtentwicklung, konkrete Einblicke vor Ort und vor allem eines: voneinander zu lernen.

Magistratsdirektor Christian Schneider nahm die Delegation in Vertretung von Bürgermeister Werner Krammer in Empfang und schilderte im Rahmen seines Impulsvortrages innovative Ansätze, aktuelle Vorhaben und Wege der Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Stadtentwicklung. Im Zentrum stand dabei ein Grundgedanke, der die Entwicklung von Stadt und Land nachhaltig prägt: Waidhofen als Schaffensraum. Ein Ort, dessen Qualität nicht alleine durch Gebäude, Plätze oder Infrastruktur entsteht, sondern vor allem durch die Menschen, die ihn mit ihren Ideen, ihrem Engagement und ihrer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, formen.

„Unser Anspruch ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Menschen selbst ins Tun kommen können. Wenn Bürgerinnen und Bürger Verantwortung übernehmen, Ideen verwirklichen und erleben, dass sie etwas bewirken können, entsteht mehr als ein attraktiver Standort: Es entsteht ein exzellenter Lebensraum, mit dem sich die Menschen identifizieren“, so der Magistratsdirektor.

Wie dieser Anspruch in der Praxis aussieht, wurde anhand konkreter Beispiele erklärt: Ob bei der Erweiterung des Betriebsgebietes Gstadt, der Raum für unternehmerische Entwicklung schafft, bei privaten Investitionen in der Innenstadt wie zum Beispiel dem Stadt.Haus.Drei von Dr. Martina Reingruber oder den vielfältigen Veranstaltungen, die in den letzten Monaten das Waidhofner Stadtzentrum belebt haben.

Nach dem Impuls ging es für die Gäste direkt weiter zu einer Stadtführung, um einige dieser Entwicklungen direkt vor Ort zu sehen und auch Einblicke in die Stadtgeschichte zu erhalten. Der Besuch bot zugleich Raum für Fragen und Erfahrungsaustausch. Denn auch wenn jede Gemeinde andere Voraussetzungen mitbringt, sind viele Herausforderungen ähnlich. Wie können Zentren lebendig bleiben? Wie gelingt es, Investitionen anzustoßen? Und wie schafft man ein Umfeld, in dem Menschen bereit sind, mitzugestalten. Der Austausch mit Bergland machte deutlich, wie wertvoll es ist, Erfahrungen über Gemeindegrenzen hinweg zu teilen.