Arbeitsmarkt auf Erfolgskurs

Waidhofen mit niedrigster Arbeitslosenquote in Niederösterreich

Bürgermeister Werner Krammer gratuliert dem Arbeitsmarktservice Waidhofen an der Ybbs (AMS) zur ausgezeichneten Arbeit: Mit einer Arbeitslosenquote von vorläufigen 3,4 Prozent (Stand März 2026) liegt die Stadt Waidhofen an der Ybbs bereits zum vierten Mal in Folge auf dem niedrigsten Niveau in ganz Niederösterreich.

„Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer guten Angebotsvielfalt – allen voran mit dem AMS, das mit seinen Initiativen, Qualifizierungsangeboten und Ausbildungszentren hervorragende Arbeit für unseren Standort leistet“, betont Krammer im Rahmen eines Austausches mit dem AMS-Leiter, Gerald Pöchhacker.

Die aktuellen Zahlen bestätigen diesen positiven Trend: Mit Ende März 2026 waren 430 Personen arbeitslos gemeldet – um 28 weniger als im Vorjahr. Damit verzeichnet Waidhofen den stärksten Rückgang in Niederösterreich.

Besonders erfreulich ist auch die Entwicklung bei jungen Menschen: Entgegen dem Landestrend ist die Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zu 2025 um 3,9 Prozent gesunken. Für Gerald Pöchhacker ist das auch ein Ergebnis der starken Bildungslandschaft der Stadt: „Waidhofen ist Schulstadt und genau das zahlt sich aus. Durch Kooperationen des AMS zum Beispiel mit der Polytechnischen Schule und durch Schulvorträge gelingt es frühzeitig Kontakt zu Jugendlichen herzustellen und Perspektiven aufzuzeigen.“

Auch die gezielte Förderung von Frauen ist ein wesentlicher Baustein der AMS-Arbeit: Mehr als die Hälfte des Budgets wird in entsprechende Programme investiert. „Wir wollen hier bewusst einen Ausgleich schaffen“, betont der AMS-Leiter.

Ein weiterer zentraler Bestandteil der aktiven Arbeitsmarktpolitik in der Stadt Waidhofen ist der Verein J.O.B, der Menschen nachhaltig in den Arbeitsmarkt reintegriert und konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Arbeitsmarktservice NÖ, des Landes NÖ und der Stadt Waidhofen.

Neben den erfreulichen Entwicklungen zeigen sich aber auch die Herausforderungen: Die Zahl der offenen Stellen ist im März um 7,4 Prozent auf 289 gestiegen. „Das zeigt klar: Unsere Betriebe suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Fachkräftemangel ist auch bei uns ein zentrales Thema, aber eines, an dem wir bereits seit längerer Zeit aktiv arbeiten, etwa mit Initiativen wie dem beta campus oder dem Karriereclubbing“, so Krammer, der darin einen klaren Auftrag für die Zukunft sieht: „Wir müssen weiterhin gemeinsam mit dem AMS, den Betrieben und den Bildungseinrichtungen daran arbeiten, Fachkräfte auszubilden, zu gewinnen und langfristig an die Region zu binden. Nur so können wir die positive Entwicklung unseres Wirtschaftsstandorts nachhaltig absichern.“