Bürgerservice im Austausch
Österreich zu Gast in Waidhofen a/d Ybbs
Beim Netzwerktreffen der Bürgerservicestellen, das am 12. und 13. Oktober in Waidhofen an der Ybbs stattfand, stand die Arbeit für die Menschen im Mittelpunkt. Die Gastgeberstadt übernahm dabei schon früh eine Vorreiterrolle: Waidhofen öffnete im Jahr 1995 das erste Bürgerservice Niederösterreichs und transportierte das mit der Bezeichnung „Offenes Rathaus“ nach außen.
Bürgerservicestellen sind weit mehr als eine Anlaufstelle für Formulare und Behördenwege. Hier begegnen Menschen ihrer Gemeinde ganz unmittelbar. Hinter jeder Frage steht ein persönliches Anliegen, manchmal auch Unsicherheit. Umso wichtiger sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zuhören und verständlich weiterhelfen.
Was diese Arbeit ausmacht und wie sie sich weiterentwickeln lässt, brachte Mitarbeitende und Abteilungsleitungen aus ganz Österreich im Schloss Rothschild zusammen. Aus großen Städten, darunter Salzburg, Graz, Wiener Neustadt oder St. Pölten, ebenso wie aus kleineren Gemeinden reisten die Teilnehmenden zum Netzwerktreffen an.
Bürgermeister Werner Krammer und Magistratsdirektor Christian Schneider begrüßten die Gäste mit Blick auf ihre tägliche Arbeit: „Bürgerservice-Teams sind das Gesicht unserer Stadt- und Gemeindeverwaltungen. Ihre Arbeit wirkt sich unmittelbar auf den Alltag der Bürgerinnen und Bürger aus. Ob jemand mit einem guten Gefühl nach Hause geht und sich mit seinem Anliegen ernst genommen fühlt, hängt wesentlich von den Bürgerservicestellen ab. Damit wird Vertrauen geschaffen, das weit über den einzelnen Behördenweg hinausreicht. Dafür und für die Organisation dieses Netzwerktreffens möchten wir ganz speziell unserem Bürgerservice-Team im Offenen Rathaus Danke sagen.“
Die fachlichen Impulsvorträge zu „Digitalem Gemeindeassistenten“, „ID Austria“ und Gemeindekooperationen boten Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen und neue Perspektiven für den Arbeitsalltag zu gewinnen. Denn auch wenn sich technische Möglichkeiten und Abläufe verändern, bleibt der persönliche Zugang wesentlich.
Zeit für Begegnungen bot auch das Rahmenprogramm mit einer Exkursion zur Fassbinderei Schneckenleitner, einem Besuch im Gasthaus Leonhardihof und einem Nachtwächterrundgang. Abseits des Arbeitsalltags konnten die Teilnehmenden die Region kennenlernen und Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen vertiefen.