Wenn der Strom ausfällt

Krisenstab der Stadt übte für den Ernstfall

Am Montag, 5. Oktober probte der Waidhofner Krisenstab für den Umgang mit einem großräumigen Stromausfall. Beteiligt waren neben dem Krisenstab des Offenen Rathauses, Vertreter des Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehr sowie vom Stromanbieter Netz NÖ. Geleitet wurde die Übung vom Zivilschutzverband Niederösterreich.

Ein Stromausfall, das gesamte Stadtgebiet zum Katastrophengebiet erklärt: Dieses angenommene Szenario bildete den Ausgangspunkt einer Übung des Krisenstabs der Stadt Waidhofen. Ziel war es, die Zusammenarbeit im Krisenfall zu trainieren und Abläufe für eine außergewöhnliche Belastungssituation zu erproben.

Welche Maßnahmen haben Vorrang? Wo wird Unterstützung benötigt? Wie erhält die Bevölkerung verlässliche Informationen? Ein Stromausfall stellt eine Stadt vor viele Aufgaben gleichzeitig. Im Krisenstab müssen Informationen zusammengeführt, die Lage beurteilt und Entscheidungen aufeinander abgestimmt werden. Solche Übungen helfen dabei, Zuständigkeiten zu festigen und Verbesserungsbedarf zu erkennen, bevor der Ernstfall eintritt.

Für die Bevölkerung zählt in einer solchen Situation vor allem Orientierung: Was ist passiert, welche Versorgung funktioniert und wie soll man sich verhalten? Klare Informationen und konkrete Handlungsanweisungen sind deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Krisenbewältigung.

„In einer Krisensituation müssen wir auch unter erschwerten Bedingungen Entscheidungen treffen und handlungsfähig bleiben. Dafür braucht es Menschen, die ihre Aufgaben kennen und sich aufeinander verlassen können. Regelmäßige Übungen geben uns die Möglichkeit die Zusammenarbeit immer weiter zu verbessern. Danke an alle Beteiligten, die ihr Wissen und ihre Zeit regelmäßig in diese Vorbereitungen einbringen“, so Bürgermeister Werner Krammer.

Vorsorge beginnt auch zu Hause
Neben der Vorbereitung der Stadt ist die Selbstvorsorge jedes einzelnen Haushalts wichtig. Wer einige Tage ohne Einkauf auskommen kann, entlastet im Krisenfall die Einsatzkräfte. Diese können sich dadurch verstärkt um Menschen kümmern, die dringend Hilfe benötigen.

Der Österreichische Zivilschutzverband empfiehlt einen Vorrat an Trinkwasser und haltbaren Lebensmitteln für mindestens zehn bis 14 Tage. Taschenlampen, Ersatzbatterien und ein Batterie- oder Kurbelradio sollten ebenfalls griffbereit sein. Auch regelmäßig benötigte Medikamente und besondere Bedürfnisse, etwa von Kleinkindern oder Haustieren, gehören zur persönlichen Vorbereitung.
Hilfreich ist zudem, in der Familie vorab zu besprechen, wie man sich bei einem Stromausfall verhält und wer in der Nachbarschaft Unterstützung brauchen könnte.

Praktische Checklisten und Informationen zur Vorsorge bietet der Österreichische Zivilschutzverband unter www.zivilschutz.at.