Austausch der Veterinäre
Mostviertler Amtstierärzte setzen auf enge Zusammenarbeit
Am 26. März fand im Offenen Rathaus von Waidhofen an der Ybbs das NÖ-Viertelstreffen der Amtstierärztinnen und Amtstierärzte aus dem Mostviertel statt. Vertreterinnen und Vertreter der Bezirkshauptmannschaften Amstetten, Scheibbs, Lilienfeld, Melk und St. Pölten nutzten die inspirierende Atmosphäre der Stadt für ein gemeinsames Koordinationsmeeting.
In Vertretung des Bürgermeisters begrüßten Vizebürgermeister Mario Wührer sowie Bereichsleiter Franz Hörlesberger die Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich in der „Stadt am Land“.
Unter der Leitung von Dr. Martin Deinhofer (Amtstierarzt der BH Scheibbs) stand die enge Zusammenarbeit in tierseuchenrechtlichen Belangen im Mittelpunkt.
Inhaltlich ging es um aktuelle Entwicklungen und Strategien zur Bekämpfung von Geflügelpest, Blauzungenkrankheit, Pest der kleinen Wiederkäuer sowie Maul- und Klauenseuche. „Der fachliche Austausch und die Abstimmung zwischen den Bezirken sind zentrale Elemente für ein funktionierendes Tiergesundheitswesen und werden in Waidhofen aktiv vorangetrieben“, betonte Vizebürgermeister Wührer.
Informationen zur Maul- und Klauenseuche
Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die Paarhufer wie Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe betrifft. Auch wildlebende Paarhufer, darunter Hirsche und Wildschweine, können infiziert werden. Pferde sind nicht gefährdet.
Die Krankheit wird über folgende Wege übertragen: direkter Kontakt mit infizierten Tieren, deren Produkten (Milch, Fleisch) oder Ausscheidungen, kontaminierte Gegenstände (Schuhe, Kleidung, Transportfahrzeuge) oder Luftübertragung über mehrere Kilometer möglich (bis zu 60 km über Land).
Symptome:
- Blasenbildung (Aphten) im Maulbereich, an den Klauen und am Euter
- Fieber (40-42°C)
- Schmerzen, Apathie, Lahmheit
- Rückgang der Milchleistung
- Bei Schweinen schwere Klauenveränderungen
- Bei Schafen oft unauffällig, Lahmheit kann einziges Symptom sein
Landwirtschaftlichen Betrieben bzw. Einrichtungen oder Tierbesitzern, die empfängliche Tierarten halten, wird empfohlen, erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.
Mehr Infos dazu: www.noezsv.at