Natur und Mensch in Waidhofen

Projekt mit Mountainbike-Strecken in Atschreith verlängert

Im Vorjahr wurden in Kooperation mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) als Grundeigentümerin und unter Einbindung von Jagd- und Almwirtschaft neue Mountainbike-Strecken im Gebiet Atschreith eröffnet. Die Auswirkungen auf das Wild wurden im Rahmen des Projekts „Natur und Mensch“ vom Wildbiologen Dominik Dachs (Meles² Wildlife Services) mittels automatisierter Kameras wissenschaftlich untersucht.

Das Ergebnis fällt eindeutig positiv aus:
Die erweiterten Strecken werden sehr gut angenommen, und es zeigen sich keine gravierenden Beeinträchtigungen der Wildbewegungen. Rund 95 Prozent der Biker halten sich an die geltenden Regeln. Etwa fünf Prozent der Fahrten betreffen jedoch weiterhin nicht zulässige Bereiche oder Zeiten – vor allem Verstöße gegen die Benützungszeiten bleiben ein Konfliktfaktor mit jagdlichen Aktivitäten.

Auf Basis dieser Ergebnisse haben die ÖBF einer Weiterführung der neuen MTB-Strecken für vorerst fünf Jahre zugestimmt. Die Beobachtung des Gebietes wird in diesem Zeitraum fortgeführt.

Bürgermeister Werner Krammer:
„Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Beteiligten bedanken, besonders bei der Österreichischen Bundesforste als Grundeigentümerin, bei den Vertretern der Jagd– und Almwirtschaft, der Sportvereine und der alpinen Vereine, bei Vizebürgermeister Mario Wührer als Projektverantwortlichem der Stadt und beim Land NÖ für die finanzielle Unterstützung. Das Streckenangebot für die Mountainbiker in Waidhofen wird dadurch erweitert und nochmals attraktiver. Die Beobachtungen des vergangenen Jahres zeigen, dass das neue Angebot gut angenommen wird. Die Streckenerweiterung ist das Ergebnis schwieriger und ausdauernder Gespräche, bei denen es darum ging, im gegenseitigen Respekt und Miteinander Verständnis für den Standpunkt und die Interessen der unterschiedlichen Nutzergruppen zu erzeugen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Das ist nun gelungen. Ich ersuche die Fairplay Regeln, besonders die Benützungszeiten und die Fahrverbote, einzuhalten. Ich habe absolut kein Verständnis für das Fehlverhalten Einzelner, die durch ihren Egoismus das Gesamtprojekt gefährden.“

ÖBF-Vertreter Thomas Weißnar:
„Die Studie zeigt, dass die neuen Strecken für die Wildtiere zumutbar sind und keine gravierenden Auswirkungen auf Jagd-, Forst- oder Almwirtschaft zu erwarten sind. Entscheidend bleibt die Einhaltung der Regeln – insbesondere der Benützungszeiten und der Wildruhezonen.“

Weiterer Handlungsbedarf
Die ÖBf betonen, dass vor allem unerlaubte Befahrungen von Wildruhezonen künftig konsequent unterbunden werden müssen. Diese Bereiche werden daher deutlicher beschildert.

Auch die Einhaltung der Benützungszeiten ist essenziell, um Überschneidungen mit jagdlichen Aktivitäten zu verhindern.