Waidhofen als lebenswerte Stadtfabrik

Impulse zur Stadtentwicklung beim Standortgespräch spezial

Beim Standortgespräch Spezial, am 26. Februar, stand die Weiterentwicklung Waidhofens im Mittelpunkt. Gast war Chris Müller, Immobilien- und Stadtentwicklungs-Experte sowie Gründer und CEO von CMb.industries. Die Veranstaltung lieferte Impulse für die künftige Ausrichtung der Stadt und nahm konkrete Räume und Projekte in den Blick, in denen Potenziale für Aufwertung, neue Nutzungen und stärkere Vernetzung gesehen werden.

Im Zentrum des Abends standen sechs Entwicklungsgebiete: der beta campus, das Betriebsgebiet Gstadt, der Bereich Hammergasse, das Alte Rathaus sowie das Entwicklungsprojekt der ÖBB am Hauptbahnhof und Schloss Rothschild. Diskutiert wurde, wie diese Orte jeweils zum Leitbild einer Stadt mit hoher Lebensqualität beitragen können und die Verbindung von Stadt und Land, Natur und Kultur weiter stärken.

Chris Müller arbeitet an der Schnittstelle von Immobilienentwicklung und Stadtentwicklung. Mit CMb.industries begleitet er die Entwicklung und Transformation von Arealen und Gebäuden, erarbeitet Strategien für Quartiere und widmet sich unter anderem der Revitalisierung von Brownfields. Zuvor prägte Müller als Gründungsdirektor die Entwicklung der Tabakfabrik Linz. In Waidhofen legte er den Fokus auf realistische Entwicklungsschritte, die Identität von Orten und die Rolle funktionierender Kooperationen zwischen Stadt, Eigentümern, Wirtschaft und Bevölkerung.

Zitate
Bürgermeister Mag. Werner Krammer: „Bei der Stadtentwicklung setzen wir klare Prioritäten und arbeiten auch in herausfordernden Zeiten konsequent am Fortschritt Waidhofens. Das Leitbild Waidhofen 2035+ ist dabei unser Gesamtplan und roter Faden. Das Standortgespräch Spezial hat gezeigt, wie viel Potenzial in einzelnen Orten steckt, wenn man sie als Teil dieses Gesamtbildes denkt.“

Chris Müller, Gründer und CEO von CMb.industries: „Stadtentwicklung gelingt dort, wo aus einzelnen Projekten ein nachvollziehbares Ganzes wird. Waidhofen hat das Potenzial wie eine Fabrik zu funktionieren, in der die Eisenstraße neue Ideen und Talente schmiedet. Die Stadt hat mit ihren sechs Entwicklungsfeldern Schätze, die es zu heben gilt, und damit eine starke Grundlage, um Identität, Alltagstauglichkeit und wirtschaftliche Perspektiven zusammenzubringen. Für Städte ist ein klares Alleinstellungsmerkmal, ein USP, entscheidend, um sichtbar zu bleiben. Manchmal sind es große Stärken, manchmal auch überraschende Geschichten, bis hin zu historischen Kuriositäten, die an einzelnen Orten als Reliquie verehrt werden.“