Historisches Stadtbild schützen

Schutzzone rasch beraten und beschließen

Waidhofens Innenstadt ist für viele mehr als ein Ort zum Einkaufen oder Erledigen von Wegen. Sie ist ein Stück Zuhause, ein vertrautes Stadtbild, ein Lebensraum, der Generationen verbindet. Genau deshalb gilt seit Februar 2024 in bestimmten Bereichen eine Bausperre: Damit Schutzzonen mit klaren Leitlinien für Bauvorhaben definiert und ein Teilbebauungsplan erarbeitet werden können.

Nach der ersten Festlegung wurden die Planunterlagen öffentlich aufgelegt, online auf der Website der Stadt zugänglich gemacht und umfassend erklärt. Nun werden alle dazu eingelangten Rückmeldungen bearbeitet. „Die Hinweise von Anrainerinnen und Anrainern werden unmittelbar geprüft, die geplanten Schutzzonen nochmals gezielt diskutiert und anschließend so schnell wie möglich zur Beschlussfassung vorbereitet“ erklärt Bürgermeister Werner Krammer.

Viele Gespräche, viele Perspektiven – und jede zählt
Die öffentliche Auflage und die Einsicht auf der Website wurden intensiv genutzt. Zusätzlich hat die Stadt für alle, die es ganz genau wissen wollten, persönliche Beratung angeboten: Und zwar mit Peter Aichinger-Rosenberger (Amt der NÖ Landesregierung) und Raumplaner Herfrid Schedlmayer. In diesen Gesprächen ging es nicht nur um Paragrafen, sondern um konkrete Fragen, Sorgen, Anregungen und um den gemeinsamen Wunsch, dass Veränderungen zur Umgebung passen und langfristig guttun.

Bausperre heißt nicht: Es darf nichts passieren
Ein Punkt ist den Verantwortlichen dabei besonders wichtig: „Die Bausperre ist kein Baustopp. Sie bedeutet nicht, dass nicht gebaut werden darf. Sie sorgt dafür, dass Vorhaben vorab geprüft werden, damit sich Neues stimmig einfügt und die Entwicklung nicht zufällig, sondern mit Blick auf das Ganze passiert“, betont Bau-Stadtrat Martin Dowalil. Genau diese Sorgfalt macht eine behutsame Weiterentwicklung möglich: mutig und innovativ, aber immer mit Respekt vor dem, was Waidhofen ausmacht.