Starkes Miteinander beim Neujahrsempfang

Bürgermeister Krammer: "Gemeinsam die richtige Zukunft machen."

Vergangenen Freitag beging die Stadt Waidhofen den Start ins neue Jahr mit zahlreichen Gästen aus der Bevölkerung, Vereinen, Einsatzorganisationen, Wirtschaft, Bildung, Kultur und dem öffentlichen Leben. Einmal mehr wurde dabei spürbar, was die Stadt am Land ausmacht: ein starkes Miteinander.

Bürgermeister Werner Krammer brachte es in seiner Neujahrsansprache auf den Punkt: „Wir wollen aus Sorgen Chancen machen. Tag für Tag hören wir von Krisen, und fast laufend kommen neue hinzu. Und die Sorgen werden dadurch nicht weniger. Global genauso wie lokal. In der Welt, im Ybbstal, in unserer Stadt. Aber: Sorgen dürfen nicht lähmen. Wir müssen sie als Chance begreifen. Krisen dürfen nicht blockieren. Wir müssen sie mit konkreten Taten meistern. Und genau das ist die Stärke unserer Stadt. Schon in der Vergangenheit haben wir es immer wieder bewiesen, dass wir am stärksten sind, wenn die Zeiten herausfordernd sind.“

Der Abend setzte auf Begegnung statt Distanz: Gespräche auf der Bühne, Einblicke in Vorhaben für das neue Jahr und viel Raum für Austausch.

Schwerpunkte 2026: Bildung, Sicherheit und nachhaltige Entwicklung
In einer Gesprächsrunde mit der Stadtregierung Vizebürgermeister Armin Bahr, Vizebürgermeister Landtagsabgeordnetem Mario Wührer und Stadtrat Martin Dowalil – wurden jene Themen hervorgehoben, die 2026 besonders im Fokus stehen: Bildung und Kinderbetreuung, Sicherheit sowie eine nachhaltige Stadtentwicklung. Im Bildungsbereich sind 2026 Investitionen von 3,4 Millionen Euro vorgesehen – darunter Vorhaben wie der Neubau der Volksschule Konradsheim, die Errichtung des „Bildungscampus“ in Windhag – Volksschule und Kindergarten in ein Gebäude - sowie in St. Georgen der Neubau eines Turnsaals inklusive Adaptierungen beim Kindergarten- und Schulgebäude. Kurz- bzw. mittelfristig werden auch innerstädtisch Kindergartengruppen erweitert und ein zentraler dauerhafter Standort für die Zwergenschaukel in Angriff genommen.

Beim Blick auf nachhaltiges Bauen und Weiterentwickeln steht die Ausrichtung auf Qualität, Effizienz und Langlebigkeit im Vordergrund. Als Zielbild gilt unter anderem der Klimaaktiv-Gold-Standard bei städtischen Projekten, ergänzt um den Ansatz von Nachhaltigkeit und Flächenrecycling.

Auch das Thema Sicherheit hat einen sichtbaren Platz: 2026 wird die Eröffnung der Feuerwehr Wirts sowie der Start der Bauarbeiten für das neue Feuerwehrhaus in Kreilhof erfolgen.

Stadtentwicklung und Wirtschaftsstandort: starke Partnerschaften
In zwei Interviewrunden standen darüber hinaus Partner der Stadt und Unternehmen im Zentrum. Thematisiert wurden Projekte, die Waidhofen als progressive Provinz sowie die Stärken von Stadt und Land noch weiter verbinden.

Ein Schwerpunkt lag auf der Stadtentwicklung: Für 2026 wurde der Startschuss für zwei neue bzw. erweiterte Betriebsareale genannt – für das Entwicklungsprojekt der ÖBB beim Hauptbahnhof sowie für das Betriebsgebiet Gstadt gegenüber von Bene. In der Runde waren dazu Claudia Brey und Benedikt Winkelmayer der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH sowie Peter Wildauer von der Austro Immo GmbH eingebunden.

In der zweiten Gesprächsrunde kamen regionale Akteure zu Wort, darunter die Geschäftsleiter Elmar Leitl und Georg Berger von der Raiffeisenbank Ybbstal sowie Birgit und Harald Schachinger von Schachinger Räume + Objekte. Thema waren die Rolle eines starken Zentrums, regionale Investitionen und die Frage, wie Waidhofen wirtschaftlich stabil und zugleich zukunftsfit bleibt. Das Unternehmen Schachinger Räume + Objekte gab dabei erstmals einen Einblick in den geplanten neuen Firmenstandort in der Weyrer Straße.

Beteiligung im Jahr 2026: Formate zum Mitmachen
Beim Neujahrsempfang wurden nicht nur Vorhaben vorgestellt, sondern auch konkrete Beteiligungsmöglichkeiten sichtbar gemacht. Unter anderem ein „Waidhofner Standortgespräch spezial“ (mit Keynote-Speaker Chris Müller am 26. Februar im Schloss Rothschild), „Stadt und Dorf-Gespräche“ mit mehreren Terminen in den Ortsteilen und Grätzln, ein Projektbüro im fuzo14 (Start 4. Februar) sowie ein Standort-Newsletter.

„In den letzten Jahren haben wir als Stadt einen intensiven Weg zurückgelegt. Wir haben analysiert, diskutiert, zugehört. Wir haben uns ein klares Zielbild mit dem Leitbild Waidhofen 2035+ gegeben. Jetzt geht es darum diese Zukunft zu machen. Und zwar miteinander. Ich bin überzeugt: 2026 wir ein gutes Jahr für unsere Stadt“, so Bürgermeister Krammer abschließend.

Moderiert wurde der Abend von Tom Bläumauer. Das Ensemble Saxkalation sorgte mit mehreren Beiträgen für den stimmungsvollen Rahmen.

Weitere Informationen
Waidhofner Standortgespräch spezial
Donnerstag, 26. Februar | 17.00 Uhr | Schloss Rothschild
Mit Chris Müller, ehemaliger Direktor der Tabakfabrik Linz, als Keynote-Speaker.
Ein Abend für Austausch, neue Perspektiven und Impulse für Waidhofen.

Stadt und Dorf-Gespräche
Beginn jeweils um 19.30 Uhr. Keine Anmeldung notwendig!
Montag, 9. Februar I Innenstadt I Theatercafe
Freitag, 13. Februar I St. Georgen/Klaus I Feuerwehrhaus (Informationsveranstaltung Bauprojekt)
Dienstag, 24. Februar I Wirts I Juttas Einkehrstüberl
Dienstag, 3. März I Konradsheim I Gasthof Seisenbacher
Mittwoch, 4. März I Zell I Hotel-Restaurant Moshammer
Donnerstag, 5. März I Raifberg I Gasthaus Kerschbaumer
Montag, 9. März I St. Leonhard/Walde I Leonhardihof
Mittwoch, 11. März I Windhag I Windhagerwirt

Projektbüro im fuzo14

Jeden ersten Mittwoch im Monat | 14.00–16.00 Uhr | fuzo14, Hoher Markt
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt sind für Projektanfragen und den direkten Austausch da. Start: Mittwoch, 4. Februar.